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  • AutorenbildChristine Ubeda Cruz

Sei realistisch! Erwarte – mindestens ein! – Wunder. Ein „KEIN Rückblick“ – Jahresrückblick


aufgeklebtes Plakat mit der Aufschrift "Life is good"
Ein Lebensmotto!

Schon wieder vorbei! Das Jahr 2023. Also fast. Gefühlt aber ganz. War ganz schön viel los – oder? In der Welt 🌎 Oh ja. Aber das soll hier nicht das Thema sein. In meinem Leben? Auch. Schön war’s. Und das sollte Thema sein.


Genau jetzt, so empfiehlt die Blogger-Queen Judith Peters, sollten Blogger:innen einen Jahresrückblog schreiben. Ihr Tipp: Schau‘ Dir Dein selbst gewähltes Motto, Deine Vorsätze und Ziele für das nun zurückliegende Jahr an. Ok. Da steht:


ICH BEHALTE MEINE VORSÄTZE IN DIESEM JAHR FÜR MICH!

Und passe sie, situationsbedingt, immer wieder an.


War das ein Vorsatz, ein Ziel? Hm, wohl eher nicht. Klingt doch mehr nach: Ich kann, ich mag mich nicht entscheiden. Bietet das Leben doch ständig eine so reiche Auswahl an Möglichkeiten und Geschenken. Da bin ich immer gerne dabei. Und neugierig, was passiert. Ich fände es jammerschade, einen dieser Momente außer Acht zu lassen, nur weil ich an einem vor gefühlten Ewigkeiten mit mir selbst vereinbarten Ziel festhalte. Mein „nicht definiertes“ Ziel für den, hoffentlich noch langen, Rest meines Lebens lautet: Das Leben genießen! So wie es ist. Mal super gut, mal ok und halt auch mal mies.


So war dann auch mein 2023. Mal begeisternd, mal ok. Oder mit Dingen, die ich nicht gebraucht hätte. Erfahrungen, auf die ich hätte verzichten können. Aber: Macht das nicht das Leben aus?


Hier meine, keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende, Liste einiger Höhepunkte und Querschläger des Jahres 2023.



ICH MUSS STUDIEREN UM EIN BUCH SCHREIBEN ZU KÖNNEN


Echt jetzt? Muss das sein? Mein innerer Horst war laut. Sehr laut. Und so setzte sich der Glaubenssatz fest, dass ich das „Wie schreibt Frau ein Buch“ lernen muss. Sonst wird das nix mit dem Buch. Dem Verlag. Der Veröffentlichung und – natürlich, weniger geht nicht – dem Bestseller! 😜

Also habe ich mich eingeschrieben. Bei einer Fern-Uni. Bin schnell entschieden und voller Optimismus gestartet. Und kläglich am eigenen Schreibtisch gescheitert. Warum? Das Studium ist für mich zu theoretisch, zu klassisch „schulisch“, zu Kleinteilig, zu anonym. Mit den „virtuellen“ Kommilitonen will sich kein Netzwerk einstellen. Schreibboddies fehlen. Für mich passt das nicht. Mir fehlt der Austausch, das Coworking und kreatives Miteinander.


Ich schreib‘ jetzt einfach weiter. Schaue auch mal in die Studienunterlagen. Und verfolge mein Ziel, irgendwann einmal ein Buch geschrieben zu haben.


Ach, merkst Du was? Da ist ja doch ein selbstgesetztes Ziel :-) nehm ich gleich mal mit für das Jahr 2024 und, sehr wahrscheinlich, weitere …



ICH HABE JEDEN TAG EINE PARTY IN MEINEM KOPF


soll Andy Warhol gesagt haben. Ich glaube das, wenn ich seine Bilder ansehe. Mit einer guten Portion Optimismus und Verrücktheit ist das ganze Leben eine einzige Party. Und einige davon müssen gefeiert werden. Ich hatte im zurückliegende Jahre drei Geburtstage. Hä, denkst Du jetzt wahrscheinlich, warum mehrere Geburtstage? Dann schau mal:


Einer der ersten war im April. Mein 2-jähriger! Nun, um ehrlich zu sein, feierte mein Blog Frau vom Main seinen zweiten. Wie heißt es doch so schön im öffentlich-rechtlichen TV: Mit dem zweiten sieht man besser! Ob das so auch auf die Frau vom Main zutrifft? Ich weiß es nicht. Allerdings weiß ich, dass mittlerweile mehr als 150 Geschichten der Frau vom Main in der Welt sind. Und damit mehrere tausend Menschen erreicht haben. Die Frau vom Main und ich haben auf jeden Fall vor, weiterzuschreiben.


Ach schau‘ mal: Noch ein Ziel (dass ich mir gar nicht gesteckt habe)




Erneut einen guten Grund zum Feiern hatte ich im Juli. Meinen 3. Geburtstag als Bonus-Omi! Was für ein Fest. Bunt, laut und dem Wunder einer Smarties-Torte …


Mein weiterer Geburtstag war im September. Ein runder. Klingt irgendwie, noch immer, komisch 😐. Ich bin 60! Jahre alt. Kaum zu glauben, aber wahr. So lange irre, trample und schwebe ich schon in diesem Leben herum. Wie sich das anfühlt? Klasse! Gerne nochmal…


Davor und danach und immer wieder gab und gibt es so viele weitere Momente zum Feiern. Ich halte es wie Andy Warhol: Ich habe jeden Tag eine Party im Kopf!



DAS BIN ICH – JETZT!


Mein mir selbst zugestandenes einziges Eigentuning galt, über viele Jahre, meinen Haaren. Schon früh zeigten sich immer zahlreicher werdende graue Strähnen auf meinem von Natur aus dunkelbraunen Schopf. Irgendwann waren es so viele, dass das „Rauszupfen“ kontraproduktiv wurde. Also musste Farbe drauf. Doch im Frühsommer 2023 hatte ich, urplötzlich, keine Lust mehr zu färben. So von jetzt auf gleich. Die Entscheidung war getroffen. Und ein längerer Weg führte von „lang und sehr dunkelbraun“ zu „kurz und fast weiß“.

Porträt Christine Ubeda Cruz
Spätsommer 2022 - Christine Ubeda Cruz - lange, sehr dunkelbraune Haare


So ist es jetzt - wieder - gut. Das bin ich – JETZT!


Porträt Christine Ubeda Cruz mit kurzen, fast weißen Haaren
Spätsommer 2023 - Christine Ubeda Cruz - kurzhaarig und fast weiß



FÜR FAST ALLES GIBT ES ERSATZTEILE – wo gibt es Füße?


HILFE! Bitte, ich brauche ein paar neue Füße! Meine taugen nicht mehr so richtig gut! Sie werden immer größer und breiter. Und anfälliger. Für Kalk in den Gelenken, Risse in den Bändern und Dornen in der Ferse. OK, meine Füße tragen mich schon lange. Und ganz schön viel. Meist über 10.000 Schritte pro Tag. Das sieht man ihnen an. Und ich spüre es. Leider häufig schmerzhaft. Mein neuester Coup: Bänderriss am rechten Sprunggelenk! Also gerade ist fast nix mit laufen. Knöchel-Orthese tragen, weiteres Umknicken vermeiden und Geduld haben. Eine meiner größten Herausforderungen! Ach ja! Zwei Fragen an Dich: Weißt Du, wie lange Geduld dauert? Und wo es ein paar neue Füße gibt?



EINEN NICHT GETRÄUMTEN TRAUM ERFÜLLT

Ungläubig schaue ich sie immer wieder an. Hab‘ ich mir mit ihr doch einen Traum erfüllt, von dem ich gar nicht wusste, dass ich ihn habe.


Ich stehe an einem schön dekorierten Schaufenster. Und sehe diese Jacke. Nicht wirklich Blouson, nicht wirklich Blazer. Nicht klassisch aber irgendwie doch. Ich bin begeistert. Spontan husche ich den kleinen Laden von Leonid Matthias. Im Hintergrund surrt eine automatische Stickmaschine. Im Vordergrund begrüßt mich ein strahlend freundlicher Mann. Ich frage nach der Jacke aus dem Fenster. Leonid strahlt. Und erzählt, dass es sein Design sei und nachhaltig aus Reststücken besonders schöner Stoffe kombiniert wird. Ich schlüpfe in eines dieser Zauberstücke hinein. Wow! Sieht das klasse aus. Nur leider zu klein. „Kein Problem, versichert Leonid, dass kann ich anpassen. Und überhaupt: Ich könnte mir „meine Jacke“ selbst konzipieren." Ein paar Tage später stehe ich wieder bei ihm. Und wähle „meine“ Stoffe und einige Schnittdetails aus. Werde vermessen. Und nur 10 Tage später schlüpfe ich voller Vorfreude in „meine, ganz einzigartige Jacke“. Für mich maßgeschneidert. Vom lieben Leonid und seinem charmanten Team. Ich liebe sie. Also meine Traum-Jacke. Und auch ein klein wenig Leonid…


Stil ist etwas, das jeder von uns bereits hat. Wir müssen ihn nur noch finden

Diane von Fürstenberg


Ich glaube, ich bin auf einem ganz guten Weg ihn zu finden. Meinen Stil für das JETZT.

Und übrigens: mein maßgeschneidertes Lieblingsteil bewegt sich auf dem preislich Niveau eines Blazers.



ICH SCHREIBE, WEIL ICH NICHT WEIß, WAS ICH DENKE, BIS ICH LESE, WAS ICH ZU SAGEN HABE


Soll Flannery O'Connor gesagt haben. Sie gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts.


Nun – so weit haben wir, die Schreibfreundinnen, es noch nicht gebracht. Macht auch nichts. Jedoch passt das Zitat sehr schön. Denn manchmal verhält es sich auch bei uns genau so. Wir schreiben, alle sechs zu einem Thema, und wissen nie, wohin uns das führt. Bis wir es dann lesen. Die Geschichten der Schreibfreundinnen und unsere eigene. Sechs Storys zu einem Thema. Es ist immer wieder spannend, wie unterschiedlich die Sicht auf die Dinge ist. Höchst individuell. Und äußerst bereichernd. Seit März 2023 darf die Welt, also ihr lieben Lesenden, daran teilhaben.


Hier kommst Du zu den Schreibfreundinnen und ihre Geschichten:



Dieses gemeinsame Projekt ist für mich der „Jackpot“ des Jahres. Schon allein die Vorfreude auf unser gemeinsames monatliches Treffen. Immer, egal welche Temperatur herrscht, am virtuellen Lagerfeuer. 🔥. Tief gehende, ehrliche, wertschätzende Gespräche. Kreativer Austausch über neue Themen. Und dann das Schreiben. Jede für sich. Bis zum vereinbarten Veröffentlichungstermin. Vorfreude auf die Überraschung, wie viele unterschiedliche Facetten jede einzelne von uns aufmacht.


Ach ja, auch hier versteckt sich ein Ziel! Wir möchten, irgendwann mal, ein gemeinsames Buch veröffentlichen. Spannend, was sechs Frauen aus drei Länder da wohl zusammen tragen werden.



 

TRÄUMEREIEN 2024


Nun ist das Jahr 2023 fast vorbei. Alles in allem war es für mich persönlich ein gutes Jahr. Und ich trage meinen Anteil dazu bei, dass dies auch 2024 so wird.


Zwischenzeitlich träume ich ein wenig. Was wird wohl alles so geschehen? Gerade formiert sich ein kleiner Film vor meinem inneren Auge. Der Mähroboter unseres Nachbarn sät, dank eines genialen Hacker-Eingriffs, eine Blumenwiese, statt artig den Rasen auf 3 cm zu trimmen. Die Maulwurfkinder fahren mit ihm spazieren, direkt zu ihrem Versteck unter der Hecke. Kichernd huschen sie ins Laub. Bienen und Schmetterlinge flattern um die Wette. Vögel tirilieren. Tagsüber ist es angenehm warm. Nachts kühlt es etwas ab. Genau so, dass es für jeden angenehm ist. Hin und wieder fällt etwas Regen. Die Natur wächst, gedeiht und regeneriert. Wie auch die Menschen …


Friedens-Hacker haben weltweit sämtliche Drohnen und Raketen unwiederbringlich zerstört. Munition erodiert und verrostet, einfach so. Weil sie „keinen Sinn darin sieht“ , Ziele zu treffen. Soldaten resignieren, legen ihre nutzlosen Waffen nieder und bauen das, was sie vorher zerstört haben, gemeinsam wieder auf. Die Wirtschaft hat verstanden, oder war da auch KI mit im Spiel, das sie mit mehr Geld und Rendite alleine nicht besser werden kann. Es fehlen Mitarbeitende. Und urplötzlich machen sich Wertschätzung, Anerkennung und ein solidarisches Miteinander breit. Und das ganze sogar gemeinsam mit der oft so viel gescholtenen KI. Denn die wird von Menschen gemacht. Und wenn die es endlich begriffen haben, all ihr Können und Wissen zum Wohle aller einzusetzen, wird 2024 ein sehr gutes Jahr. Die darauffolgenden Jahre auch …



Und was sind Deine Träume und Visionen für das neue Jahr?

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