Gute Nachrichten machen gute Gefühle. Und davon können wir in diesen Zeiten gar nicht genug haben.
- Christine Ubeda Cruz

- 2. Aug.
- 2 Min. Lesezeit

Sommer. Ferienzeit. Ein Moment zum Durchatmen – zumindest für viele. Aber nicht für die Nachrichten. Dort scheint es, als würde alles immer absurder, bedrohlicher, lauter werden. Und wir? Wir reagieren mit Abschalten, Kopfschütteln, oder teilen die nächste Schlagzeile, die uns empört, erschüttert oder einfach sprachlos macht.
Dabei passiert etwas mit uns. Wir gewöhnen uns an diesen stetigen Strom an Negativmeldungen – und verlieren darüber das Gefühl für das, was ebenfalls da ist: die leisen, berührenden, hoffnungsvollen Geschichten.
Natürlich brauchen wir Information und Aufklärung. Aber manchmal frage ich mich, ob es nicht mehr um Aufmerksamkeit geht als um Inhalt. Reißerische Überschriften ziehen Klicks an – und wir klicken. Immer wieder. Ohne zu merken, wie sehr das unsere Stimmung beeinflusst. Unser Denken. Unser Verhalten.
Wie für fast jede Handlung gibt es dafür einen noch recht neuen Begriff „Doomscrolling“. Er beschreibt genau das: dieses endlose, beinahe zwanghafte Scrollen durch schlechte Nachrichten. Es zieht runter. Und irgendwann scheint es, als gäbe es gar nichts Gutes mehr da draußen.
Doch das stimmt nicht. Es gibt sie. Die guten Geschichten, die positiven Nachrichten. Die Momente, die Hoffnung machen. Die Menschen, die mit kleinen Taten Großes bewirken. Die leisen Stimmen, die Mut machen. Nur finden sie selten ihren Weg in die Schlagzeilen. Denn sie sind nicht laut. Nicht dramatisch. Aber sie sind da – und sie wirken. Wenn wir sie sehen. Und wenn wir sie erzählen. Denn Geschichten haben Kraft. Sie verbinden uns. Sie geben unserem Alltag Sinn, machen Erlebnisse greifbar und Gefühle verständlich. Und gute Geschichten schenken Zuversicht. Ein Lächeln. Manchmal sogar neuen Mut.
Indem ich schreibe, verändere ich die Welt schon dadurch, dass ich schreibe.
Heinrich Böll
Auch deshalb erzähle ich Geschichten. Und habe nie nicht den Anspruch damit in die Schlagzeilen zu kommen. Ich will damit nicht die Augen vor der Realität verschließen. Sondern Dich unterhalten. Andere Gedanken und Sichtweisen teilen. Und weil ich weiß: Das Erzählen verändert etwas. In mir. Und vielleicht auch in Dir.
Wenn Dich eine Geschichte berührt, inspiriert oder einfach froh macht – dann erzähl sie weiter. Ob im Gespräch, auf Social Media, im Alltag oder im Netz. Denn: Geteilte Freude ist doppelte Freude. Gute Geschichten verdienen es, gehört zu werden.
Und vielleicht ist genau Deine Geschichte die, die jemand heute braucht.
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