#WMDEDGT - ein sonniger 5. November


Ich erinnere mich gerne an die Zeit, als ich am Radio saß, Bayern3 mit Thomas Gottschalk hörte und versuchte, die aktuellen Hits ohne Ausblendung, Gelaber des Moderators oder dem Jingle zum Verkehrsfunk aufzuzeichnen. Ist manchmal gelungen, oft aber auch nicht.
Bin ich deshalb alt? Ja, vielleicht an Jahren. Im Herzen aber nicht. Das mit dem Kassettenrecorder war ’ne coole Zeit. Das mit den CDs auch. Und heute freue ich mich, wenn ich von einem neuen Song erfahre und sofort im Streaming hineinhören kann. Meine momentanen Favoriten sind „Danger Dan“ und „deine Cousine“. Coole Sache, das Streaming. Ich weiß, leider nicht für die Künstler. Das war aber die Sache mit dem Aufnehmen auch nicht …
Was sonst heute noch so los war? Ich nehme derzeit am Schreib-November von Meike Blatzheim teil. Meike schickt jeden Morgen um 5.00 Uhr eine Audio-Nachricht mit einem Schreibimpuls. Es gibt Co-Writings, Plauder- und Schreibgruppen und jeder hat sich seine eigenen Schreibziele gesetzt. Heute ist der fünfte Tag und ich komme gut voran. Irgendwie beflügelt es zu wissen, dass da so viele Andere sind, die gerade auch an ihrem Projekt schreiben.
Ich war wild entschlossen, um 7.30 Uhr zum Co-Writing am Rechner zu sitzen. Ehrlich. Doch daraus wurde nix. Weil – ich bin erst um halb acht aufgewacht. Und dann war das Wetter so schön, da „musste“ ich einfach in den Wald. Wann kann man schon am 5. November im strahlenden Sonnenschein laufen gehen? Eben, da kann mein Schreibtisch und auch kein Co-Writing gegen anstinken.

Nach dem Wald stand der ganz normale Wahnsinn eines Tages an. Und irgendwann meldete sich Hunger. Dagegen hilft Essen. Also ab in die Küche. Ich hatte die Idee, eine Mangold-Quiche zu zaubern. Alles dafür Notwendige lag im Kühlschrank. Mangold mit roten und gelben Stängeln, Eier, Sahne, Blätterteig und etwas Käse. Also habe ich den Mangold geputzt, Blätter und Stängel in Streifen geschnitten und beim Schneiden der Zwiebeln ordentlich geheult. Die Zwiebeln wurden mit Knoblauch, etwas Currypulver, Anissaat angeschwitzt, dann packte ich den Mangold in den Topf und ließ das Ganze kurz schmoren. In der Zwischenzeit habe ich Eier mit Sahne verquirlt und mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt. Ich gab zum Mangold noch etwas Balsamico, würzte mit Salz und Pfeffer nach. Der Blätterteig lag schon in der Backform, darauf kam eine ordentliche Portion Mangold, darüber die Sahne-Käse-Sauce und das Ganze in den Backofen. Schade war nur, dass das Backen der Quiche so lange dauerte, ca. 45 Minuten, so gut duftete und ich so einen Mörder-Hunger hatte. Sie war köstlich.

Die Sonne schien da draußen einfach weiter. Fix packte ich meine Schwimmtasche und düste ins Fitnesscenter. Dort gibt es einen beheizten Außenpool. Und der war dann meiner. Das Wasser war eher kühl, da trauen sich nicht mehr viele in die Fluten. Herrlich im sonnigen November durchs Wasser zu gleiten. Die tief stehende Sonne zaubert glitzernde Reflexe aufs Wasser, zarter Dunst steigt gen Himmel.
Jetzt bin ich hier wieder zu Hause, sollte an meinem Projekt weiterschreiben, schreibe aber doch lieber meine Geschichte für #WMDEDGT – was machst du eigentlich den ganzen Tag? Tja, was machst du den ganzen Tag? Am 5. eines jeden Monats lädt #FrauBrüllen ein, genau das aufzuschreiben. Und viele lesen es. Danke dafür.













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