• Christine Ubeda Cruz

Warum uns KI und ROBOTER immer brauchen werden


Kürzlich habe ich irgendwo gelesen: Der Siegeszug von KI, Computern und Robotern lässt sich nicht aufhalten. Die Dinger werden immer besser. Klüger und schneller als wir. Weil wir sie dazu bringen. Auf der einen Seite sehr cool und oft saupraktisch. Auf der anderen Seite: Bedenklich! Vielleicht? Wenn man denkt, dass wir, also wir als Mensch und Arbeitskraft, uns zunehmend unbedeutender machen. Aber halt! Ist das so?

Ich schreibe meine Texte auf meinem iPad. Und nenne das Ding auch gerne meine „externe Festplatte“. Hab‘ ich sogar drauf gravieren lassen. Ich vertraue ihr, der externen Festplatte - kurz „BRAIN’i, das“ - und der Cloud, alles an. Die beiden wissen mehr als ich selbst. Bedenklich - oder?


Sie können auch viel, viel mehr. Die Speicherkapazitäten sind schlicht größer. Bis unendlich. Meine eigene Festplatte, die zwischen den Ohren, vermittelt mir immer mal das Gefühl, überfüllt zu sein. Oder leer. Abgelenkt. Unkonzentriert. Müde. BRAIN‘i ist das nie. Es sei denn, der Akku geht zur Neige. Doch da reicht ein Einstöpseln des Steckers und schon zieht BRAIN‘i frische Energie aus der Steckdose und macht einfach weiter. So schnell können Cola, Kaffee, Traubenzucker oder Bananen das bei meinem Gehirn, den grauen Zellen in dem komisch runden Gefäß auf meinen Schultern, nicht erreichen.

Mensch und Maschine Hand in Hand


ist nicht nur eine Phrase. Sie trifft genau auf den Kern des Ganzen: Ohne meine Hände kann BRAIN‘i erst mal (fast) nichts. Mit meinen Händen und mit Verstand kann BRAIN‘i dann ziemlich viel. Es lässt mich zwischen unterschiedlichsten Programmen hin und her wechseln, versorgt mich mit unzähligen Informationen aus der unendlichen Weites des WorldWideWeb, wenn ich es danach frage.



Wissen heißt wissen, wo es geschrieben steht


Das wusste? - oder ahnte - schon der gute Albert Einstein. Und heute ist es so. So einfach. Wir „googeln“, wissen also, wo es geschrieben steht.


Und dann schlägt unsere Stunde. Die des Menschen. Denn: In einen mehr oder weniger vernünftigen Zusammenhang kann nur unsere „interne Festplatte“, die zwischen den beiden Ohren, all diese Informationen bringen. Dort sind die Zellen die sortieren, bewerten, gewichten, vergleichen, abwägen, gegenüberstellen und in einen Zusammenhang bringen. Zumindest meistens…


Gewürzt wird das Ganze durch Fähigkeiten, die bisher, und in absehbarer Zeit, keine KI anbieten kann. Unsere Soft Skills. Wir, die Menschen haben Empathie - manche mehr, andere vielleicht weniger - sind intuitiv und kreativ. Wir verfügen über persönliche, emotionale, kommunikative und intellektuelle Fähigkeiten, die in nahezu allen Lebensbereichen zum Einsatz kommen. Wir können eloquent, freundlich und emphatisch sein. Und uns charakterisieren persönliche Gewohnheiten, Widerstandsfähigkeit und Anpassungsvermögen.


Zukunftsforscher empfehlen daher: „Begrüße die Technologie, nutze sie. Aber: Bleibe dabei menschlich. Denn das ist DAS Potential!“ Weiter sagen sie: „Die Fähigkeiten, die wir in Zukunft noch viel häufiger brauchen werden, sind die weichen, menschlichen Fähigkeiten. Solche, die mehr mit dem Herzen als mit dem Verstand zu tun haben. Kreativität gehört zum Beispiel dazu. Denn die Technik kann zwar Aufgaben sauber ausführen, aber nicht erfinden.“


Ich finde, das klingt gut. Und spielt uns in die Hände. Haben wir doch alle ein Herz. Und sind auf irgendeine Art kreativ. Ja - jeder! Und sei mal ehrlich: Glaubst Du, Zahlencodes und Algorithmen erfinden Namen für irgendwelche Geräte? Schreiben so einen Text über Technik, Menschen und Soft Skills? Ich glaube nicht. Aber wir tun es. Und können es.


Die Maschinen sind nicht unsere Feinde. Sie können nur viel schneller Daten sortieren und ausspucken. In Sekundenschnelle. Sie können uns helfen. Das Leben leichter machen. Also können wir getrost einen Teil des Denkens den Maschinen überlassen. Und die bei uns frei werdenden Ressourcen für andere Aufgaben nutzen. Wie zum Beispiel für das Lesen dieses Artikels. Danke Dir 😊


Ein komisches Ding muss ich Dir aber noch erzählen. Das behältst Du aber für Dich - Ehrenwort?! Also ich spreche mit meinen Maschinen. So wie jetzt, hier mit dem BRAIN‘i. Gerade bin ich ganz nett und liebevoll. Lobe es. Weil es so brav meine Texte speichert. Und meine Rechtschreibung korrigiert. Manchmal fluche ich aber auch lauthals. Vorzugsweise dann, wenn was nicht so funktioniert wie ich möchte. Und - oh Wunder - BRAIN‘i lässt sich das gefallen! Schweigt eisern (solange Siri abgeschaltet ist). Schmollt nicht. Gibt keine Widerworte. Braves BRAIN‘i. Ist halt ‚ne Maschine - ohne Empathie und emotionaler Intelligenz. Aber voll mit Wissen… Danke Dir!



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