• Christine Ubeda Cruz

Warum es gute Gründe gibt, genau das zu tun.


Schreibmaschinenschriftzug mit den Worten "all the feels", zu Deutsch "alle Gefühle"
Gefühle - Feelings - Emotionen

„WARUM WILLST DU SCHREIBEN?“ fragt eine gute Freundin. Zuerst bin ich irritiert. Warum fragt sie nach dem „Warum“? Und nicht „worüber?“


Nun, meine Freundin ist wirklich clever. Für sie ist „WARUM“ die Frage der Fragen. Warum steht für „aus welchem Grund“. Und da sind wir dann der wahren Intention und Motivation auf der Spur.


Ich frage zurück: "Und wann hast Du das letzte Mal etwas getan, bei dem Du Zeit und Raum vergessen hast?" (Ich weiß, „man(n) und Frau" beantworten eine Frage nicht mit einer Gegenfrage.)


Nun ist sie irritiert.

"Ja, dann erkläre ich Dir mal meine WARUM‘S.


Weil mir das Schreiben Spaß macht. Mich erfüllt. Ich gerne mit Buchstaben und Worten jongliere. Mit ihnen Freude, Spaß, Traurigkeit und Bedeutung ausdrücken kann. Es bei mir fließt, wenn ich an der Tastatur sitze. Ich dann im Flow bin. Und ja - Raum und Zeit vergesse! Und auch essen, trinken und andere menschliche Bedürfnisse… Ich kann es einfach nicht lassen: Ich MUSS Schreiben. Es erfüllt mich mit Glück.


Ich liebe die Schönheit einzelner Worte. Ihren Klang, ihre oft vielfältigen Bedeutungen. Und welche Magie durch das Zusammenspiel einzelner Buchstaben und Worte entstehen kann.

Dazu gehört, natürlich, unsere Sprache. Und - ja auch Grammatik und Rechtschreibung. Ist schon ganz schön lange her, dass ich auf Zuruf erklären konnte, was ein Plusquamperfekt ist. Oder wie was genau geschrieben wird. Wann wo ein Komma hin muss. Oder auch nicht.


Und dann benutze ich auch ganz gern die graue Masse in meinem Kopf. Wäge ab. Analysiere. Recherchiere. Lese. Studiere und lerne. Hab‘ ne Meinung. Und bild‘ mir gerne meine eigene (und das hat nix mit der Zeitung zu tun). Denke nach. Spinne rum. Entwickle Ideen. Jetzt für meine Geschichten.


Schreiben ist für mich JUCHHE! Einfach grandios. Ich MUSS einfach schreiben, schreiben, schreiben. Und ich tue es, weil ich es liebe. Ich will wollen! Und Hals über Kopf in meine Schreib-Abenteuer eintauchen. Mit Haut und Haar. Und mit Neugierde und Spaß.


Last but not least: Ich liebe neue Herausforderungen. Das Schreiben ist für mich Neu. Ein Selbstversuch. Hab‘ ich bisher so nicht gemacht."


Weißt Du, sage ich zu ihr:

„Bevor ich mit dem Schreiben begann, hatte ich keine Antwort auf viele WARUM‘S. Ich wusste nicht, warum ich zur Arbeit ging. Warum ich dies und jenes tat.

Aber auf einmal war es mir wichtig, ein „Warum“ zu haben. Und es hat mich gefunden. Das Schreiben. Das will ich.“

WEIL ES MIR SPASS MACHT!


„Willst Du damit Geld verdienen“ fragt die Freundin

„Nö, erst mal nicht. Ich möchte mich ausprobieren. Verschiedene Formen des Ausdrucks versuchen. Und schauen, was das Schreiben auch mit mir macht.“

„Wer soll das denn lesen?“ bohrt sie weiter

„Menschen, die Freude an Geschichten haben. An Gedanken, die sie weiterspinnen können. Für Lesende, die sich von Emotionen berühren lassen wollen. Die im besten Falle lächeln, schmunzeln, nicken oder den Kopf schütteln. Die für 5 Minuten einmal an „was anderes“ denken möchten. Die Welt da draußen ist manchmal so grau und grausam. Dem möchte ich eine kleine Auszeit entgegensetzen.“

„Also „schöne heile Welt“ und so „Frauen-Gedöns?“ fragt sie schelmisch grinsend


„Ja und Nein! Ich hab‘s ja nicht so mit Achtsamkeit und so. Hab‘ aber doch mittlerweile am eigenen Leib erfahren, dass ganz viel im Auge des Betrachters liegt. Und dazu dürfen meine kleinen Texte beitragen. Einfach mal den Blick auf das lenken, was gerade ist. Und ja, das können auch die berühmten 5 Minuten sein, in denen Du Deine Tasse Kaffee genießt. Das kann „Frauen-Gedöns“ sein, Politik, das Leben, Fiktion, Satire und, und, und…“

„Und wie kommen Deine Geschichten in die Welt?“


„Ich veröffentliche sie über meinen Blog www.frauvommain.de. Und auf Sozial Media. Aktuell auf Facebook.„

„Aber Schreiben macht doch total einsam?“ wendet sie ein

„Ja, das kann so sein. Schließlich sitze ich meist alleine an der Tastatur. Aber in mir und um mich herum ist so viel. Das Leben in all seinen Schattierungen, mystische Welten, wirre Ideen, Gedankenblitze, Wort-Klabauter, Buchstabendreher, Neuanfang, Delete-Taste, Papiermangel, Druckerstau, Vakuum im Hirn, Graue Zellen-Wirbel, unbändige Freude, albernes Kichern und ein „sau-zufriedenes Gefühl“ wenn mein Text fertig ist. Also unglaublich bereichernd.“

Frage dich nicht, was die Welt braucht. Frage dich, was dich lebendig macht, und dann gehe und tue das, denn was die Welt braucht, sind Leute, die lebendig geworden sind. ― Howard Thurman

Meine Freundin ist weiterhin skeptisch. Irgendwie habe ich das Gefühl, sie hat meine „Warum‘s“ vielleicht nicht ganz verstanden. Aber mittlerweile ließt sie meinen Blog. Regelmäßig!

😜


Wie auch immer: Es sind ja mein „WARUM’S“. Und die machen mich lebendig. Ich schreibe weiter meine kleinen Geschichten.


Was ist Dein WARUM? Was macht Dich lebendig?

Berichte doch mal...



Dieser Text ist auf Initiatve Der Textgefährtin entstanden. Danke für den Impuls.



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