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  • AutorenbildChristine Ubeda Cruz

Liebevolle Begleitung des Algorithmus – oder – doch lieber Ohm?!

Laserprojektion auf Wasser
Liebevoller Algorithmus


Irgendwie ist man es ja gewohnt, ständig durch den Alltag zu hetzten. Das setzt sich im Digitalen natürlich fort. Nur da hechle ich, als digitale Nachzüglerin, sämtlichen Social-Media-Phänomenen hinterher.


Mein Beziehungsstatus zu Social Media: „It’s complicated“. Bei jedem neuen Portal oder Tool reagiere ich fast immer in wenigstens drei Zyklen. Erst die leicht arrogante Ablehnung: „Was machen die da? Was soll denn der Quatsch?" verstärkt von technischen Zweifeln „Wie soll das denn funktionieren?“. Und dann, häufig: schiere, aber recht späte Begeisterung! Oder komplette Ablehnung.


Irgendwie ist das wie mit dem Sport. Jedenfalls bei mir, der eher Unsportlichen! Erst suche ich ewig nach Ausreden, um mich zu drücken. Aber wenn ich mich dann endlich aufgerafft habe, tanzen die Endorphine Techno. So auch beim Spiel mit Reposts und Likes. Es macht irgendwie süchtig. Wie das sogenannte, aber von mir beim Joggen noch nie erlebte „Runner‘s High“. Und wie beim Sport, reicht es nicht aus, sich auf eine Disziplin zu fokussieren. Ergänzend zum Joggen sollte man sich dehnen. Und schwimmen wäre für weitere Muskelpartien auch ganz gut. So auch auf Social Media. Als sehr spät Berufene, wirklich eingestiegen bin ich 2020, war Facebook meine erste Disziplin. Und auch nur, weil zu der Zeit – Lockdowns und Pandemie – sich gefühlt „das Leben“ dort abspielte. Ich begann mit meinem Blog Frau vom Main. Irgendwie mussten ja meine kleinen Geschichten unter die Menschheit gebracht werden. Soweit so gut. Funktionierte auch ganz gut. Anfangs. Parallel dazu hatte ich noch eine Xing-Account (mittlerweile aufgelöst) und ich swipte auf Instagram herum. Ohne wirklich zu verstehen, was ich da tue. Was sich übrigens bis heute kaum geändert hat.


Das Partys woanders steigen, kenne ich gut 😜. Dass ich gerne auch mal etwas zu spät entdecke, durfte ich bei meinen ersten Tanz-Versuchen auf Twitter erleben. Kaum hatte ich endlich „eine Hand voll“ neue Follower, die nicht aus meinem direkten Netzwerk stammten, spielte Elon Musk den Party-Crasher. Und plötzlich wurde es ziemlich schnell leer. Auf der Party und bei Twitter. Es ist wie im wahren Leben – die Jüngeren ziehen weiter, zur nächsten Party oder Plattform. Lebenserfahrene Menschen schütteln ungläubig den Kopf und gehen nach Hause.


Doch so schnell gebe ich nicht auf. Dazu bin ich viel zu neugierig. So habe ich, um dem Gefühl des „Abgehängt Sein“ zu begegnen, noch etwas auf „X“, „Clubhouse“ und Mastadon rumgeklickt. Aktuell tummle ich mich immer mal wieder bei ChatGBT. Nur um festzustellen: Nichts davon entspricht mir und meinen Bedürfnissen. Nichts macht mich da glücklicher (als ich schon bin!), interessiert mich oder hilft mir weiter. So begleite ich weiterhin liebevoll (und ungeduldig!) den Algorithmus von Facebook, Instagram und LinkedIn und warte auf die berühmten "drei Minuten Berühmtheit".


Vielleicht wird’s aber auch Zeit, dass ich mich altersgemäß verhalte. Ich ändere meine Haltung zu dem ganzen digitalen „Gedöns“ gemäß der Losung: „Nice to have - aber nicht essenziell!“ Und beobachte das Ganze weiterhin interessiert, ohne mich damit zu identifizieren. Ohm! Entspannt habe ich so mehr Zeit für Yoga und Meditation. Fürs Joggen, Dehnen und Schwimmen. Und fürs Schreiben. Denn es gibt noch unendlich viele Geschichten, die geschrieben werden möchten.


Trotzdem bleibt die Frage: Woher kommen weitere Interessierte für meine kleinen Erzählungen?


Hast Du darauf eine »einfache« Antwort? Oder eine nicht so »einfache«?




Stichwort: Neue Tools und Portale. Ich bin immer noch mit dabei. Ab Montag wieder ganz gespannt und interessiert bei Frank Katzers Online Technik Challenge #12

Neues kennenlernen, ausprobieren und ganz entspannt entscheiden, ob genau das Tool für mich passend ist. Ich freue mich schon.

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