• Christine Ubeda Cruz

Gestatten: Frau vom Main!



Du hast eine Idee. Eine Vision. Einen Geistesblitz. Eine Schnapsidee.

Dieser Einfall - er lässt dich nicht mehr los. Immer wieder taucht er vor Dir in unterschiedlichsten Formen auf.

Die Idee reift weiter. Du möchtest das „Neue“ machen, zauderst aber noch. Es wird Zeit kosten, Aufwand, auch erste Zweifel machen sich breit. Aber die Idee nistet tief in Dir. Und wie aus heiterem Himmel begegnen Dir überall Hinweise und ähnliche Beispiele Deiner Vision.


Selektive Wahrnehmung. Und was macht die? Sie verstärkt den Wunsch, die Idee weiter zu verfolgen. Die ist nämlich gerade der neueste, heiße Sch**ß! Also kann deine Schnapsidee nicht so falsch sein...


Und dann fängst Du einfach mal an. Recherchierst, probierst und sprichst mit Lieblings-Menschen.


Die einen, die mit den ‚halb leeren’ Gläsern sagen:

Was für ‚ne Schnapsidee! Könnt' ich nie - glaubst Du wirklich, das wird was?


Und andere sagen:

Super, besser ein halb volles Glas, als ein leeres. Klasse Idee.

Fang einfach an - Du kannst das!


Zu der Fraktion gehöre ich. Und auch einige liebe Menschen in meiner Nähe.


So hab ich‘s dann einfach getan. Ich hab mich an meinen Schreibtisch gesetzt und angefangen. Und da bin ich jetzt!




Wer bist Du denn?


Christine, Best Ager, auch Generation Gold, Generation 50plus, Silver Ager, Golden Ager, Third Ager, Master Consumer, Senior Citizens, „over 50s“ genannt.


Anfang der 1960iger Jahre hatten meine Eltern die Idee zu heiraten. Die Hochzeitsreise ging nach Wien. Dort gibt es Fiaker, Wiener Schnitzel, Heurigen mit romantischer Musik... und 9 Monate später gab es mich! 57 cm groß, knapp 3600 Gramm schwer, erblickte ich mit großen braunen Kulleraugen im schönen Frankfurt am Main das Licht der Welt.




Und sonst so?

Ein wildes Ding - sagt mein Herzens-Mann! Und ein Kindskopf. Unberechenbar. Liebevoll. Na ja... Auf jeden Fall die mit den Schnapsideen.


Ich bin die, die nie aufgibt. Bei der das Glas immer mindestens "Dreiviertel" voll ist. Am Liebsten mit einem spanischen Roten.


Die, die gerne kocht. Mit dem was Kühl- und Vorratsschrank so hergeben. Rezepte sind für mich bestenfalls Ideengeber in den Zeiten, in denen ich grad mal selbst keine habe. Doch dann koche ich frei. Rezepte haben für mich viel zu viele Regeln. Die sind gut für’s Backen. Doch ich lege sie eher als Empfehlung aus. Der man folgen kann, aber nicht muss... Was man meinen Back-Künsten häufig leider auch anmerkt.

Ich bin die, die jedes Gerät erstmal versucht, selbst in Betrieb zu nehmen. Und danach vielleicht die Bedienungsanleitung liest. Was meinen Lieblings-Mann regelmäßig in die Verzweiflung treibt. Ich bin die, die sich vor Leute stellt und aus ein paar Stichworten eine Rede hält. Meist witzig und kurzweilig, sagen die Anderen. Und die, die nicht vor Publikum singt. Niemals! Ich bin die, die in der Hotellerie startete, später in der Touristik arbeitete und irgendwann mal bei einer Bank landete. Ehrlich gesagt, wollte ich da nie hin, brauchte aber den Job. Und der war dann gut - viel, viel besser als gedacht! Und wieder war ich die mit den Schnapsideen - ja. Ich konnte einige davon sogar in einem Finanzinstitut umsetzen. Ich bin die, die krank wurde.

Und die, die Schluss machte mit Umständen und Dingen, die nicht mehr gut für mich waren. Ich bin die, die wieder gesund ist.

Die, die jetzt FRAU VOM MAIN in die Welt bringt. Jetzt hast Du vielleicht eine ganz eigene Vorstellung, wer ich bin. Ja?




Jetzt bin ich hier!

Mitten in der Umsetzung meiner Schnapsidee, als FRAU VOM MAIN mit einem Blog zu starten. Warum FRAU VOM MAIN? Ja hallo, ist doch klar! Ich bin eine Frau und lebe in Frankfurt am Main. Die Abkürzung für Frankfurt am Main lautet FFM. Da liegt doch FVM ganz nah - nicht? 😜 FRAU VOM MAIN ist vielleicht ein wenig sperrig, sagt meine Umgebung. Aber einprägsam. So wie ich. Der Name bietet wenig bis keinen Spielraum zur Spekulation. Quasi ein neutrales Spielfeld, ein weißes Blatt. Und genau das brauche ich, um meine Ideen entwickeln zu können.

DER MUT STELLT SICH DIE WEGE KÜRZER VOR.

JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

Schreiben - warum?

Warum willst Du schreiben? Das fragte mich eine gute Freundin. Zuerst fand ich das eine merkwürdige Frage. Eigentlich fragten alle, denen ich von meinem Schreib-Wunsch erzählte, was ich schreiben will. Ja, warum will ich eigentlich schreiben? Weil ich immer wieder Ideen zu Themen und Gedanken habe, die raus müssen. Weil ich sie Dir mitteilen möchte. Weil ich Dich nachdenken, lachen oder den Kopf schütteln lassen will. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht. Und nein - nicht weil ich damit vielleicht irgendwann mal Geld verdienen könnte. Es gibt viele leichtere Wege Kohle zu verdienen. Ich schreibe, weil ich Worten gerne Leichtigkeit oder Gewicht verleihen möchte. Ich schreibe, weil ich in den Herzen der Menschen etwas öffnen möchte.

PHANTASIE IST ETWAS, WAS SICH MANCHE LEUTE GAR NICHT VORSTELLEN KÖNNEN

GABRIELE LAUB


Und worüber schreibe ich?

Also: Ich habe Phantasie, viele Ideen, ich habe einen Redaktion- und Zeitplan. Und dann habe ich noch ein Leben. Und das schreibt manchmal ganz andere Pläne. Eines kann ich Dir sagen: Worüber ich KEINESFALLS schreiben werde: Diäten, Thermomix und „Mimimi“. Und ich will Dir NIX verkaufen. Ich will Dich unterhalten. Dich zum Nachdenken anregen. Dir ein paar schöne Minuten bereiten. Mit Dir die kleinen Freuden des Lebens teilen. Hast Du nun eine Idee, was Dich in FRAU VOM MAIN erwarten wird? Nein? Gut so, lass dich überraschen! Oder hast Du jetzt gerade die Schnapsidee, diesen Blog zu abonnieren? Noch besser 👍 Ich freue mich 😊 P.S.: Hab‘ mir gerade nochmals Gedanken über das Wort Schnapsidee gemacht. Wiktionary schreibt dazu: „umgangssprachlich: Idee, die verrückt klingt oder die zum Zeitpunkt ihrer Entstehung (vielleicht, aber nicht zwingend unter Einfluss Bewusstseins beeinflussender Mittel/Drogen wie Alkohol) gut/klug erschien, sich aber später als schlecht/dumm herausstellt“. Also: Ich habe das sichere Gefühl, dass sich meine Idee nicht als schlecht oder dumm herausstellt. Denn während ich das hier schreibe, merke ich, wieviel Spaß mir das bereitet, wie es mich glücklich macht. Aber das kann Wiktionary ja nicht wissen...


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